How to Edit Your Vlogs

So bearbeitest du deine Vlogs

Kamera Express

So schneidest du deinen Vlog! Die Grundlagen

Du hast deinen Vlog gefilmt und die Dateien sind frisch auf deiner Kamera. Und jetzt? Jetzt wird daraus ein Video! Aber wie schneidest du dein Video am besten? Filmen ist eine Sache – Schneiden ist eine ganz andere Seite des Handwerks. Wir verstehen, dass das ein ziemlich herausfordernder Prozess sein kann, besonders wenn du wenig bis keine Erfahrung damit hast. Deshalb geben wir dir eine helfende Hand. In diesem Artikel erklären wir die Grundlagen des Videoschnitts, damit du danach sofort mit dem Schneiden deines eigenen Vlogs oder Videos loslegen kannst.

Videoschnittsoftware

Mit einem Vlog-Schnittprogramm kannst du deine Videos bearbeiten und zusammenstellen, und du hast viele verschiedene Optionen zur Auswahl. Manche sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Du kannst das Video auch auf dem Handy oder am Computer bearbeiten. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Software für den Computer. Der Schnitt am Computer gibt dir in der Regel mehr Kontrolle und Möglichkeiten, und er ist für größere Videos einfacher. Erstellst du zum Beispiel einen kurzen Vlog für Instagram? Dann kannst du natürlich auch eine Video-Schnitt-App auf deinem Handy nutzen. So kannst du das Video direkt nach dem Filmen bearbeiten und hochladen.

Kostenlose Videoschnittsoftware ist oft etwas einfacher, da viele professionelle Funktionen fehlen. Für Einsteigende ist das eigentlich ein Vorteil. Premiere Elements und Pinnacle Studio eignen sich möglicherweise besser für etwas fortgeschrittenere oder ambitioniertere Vloggende, sind aber äußerst benutzerfreundlich. Mit verschiedenen automatischen Funktionen kannst du schnell deinen eigenen Vlog erstellen.

Unten haben wir die besten Apps und Programme zum Bearbeiten deiner Videos aufgelistet. Überlege im Voraus, womit du lieber arbeiten möchtest – Handy oder Computer –, damit du nicht mitten in der Arbeit das Gerät wechseln musst. Jedes Programm hat seine eigenen Bearbeitungsmöglichkeiten, sodass manche besser zu deinen Bedürfnissen passen als andere.

Smartphone-Apps

Adobe Premiere Rush – Kostenlos

iMovie – Kostenlos

FilmoraGo – Kostenlos

Kostenlose Software

VideoPad

Hitfilm Express

Kostenpflichtige Software

Adobe Premiere Elements

Corel Pinnacle Studio

Adobe Premiere Pro

Aufbau des Programms

Je nach verwendetem Programm kann die Benutzeroberfläche auf den ersten Blick recht überwältigend wirken. Keine Sorge – eigentlich ist alles sehr logisch aufgebaut. Im Grunde arbeitet jede Software nach demselben grundlegenden Prinzip. Der Bildschirm ist in drei Hauptbereiche unterteilt.

Unten befindet sich eine (1) Timeline. Hier passiert die Magie. Hier kannst du all dein Videomaterial, Sounds und Musikspuren nebeneinander ziehen, um ein Video zu erstellen. Mehr dazu gleich. Auf der rechten Seite des Bildschirms ist der (2) Mediaplayer. Hier wird das Video abgespielt, das du in der Timeline zusammenbaust. Du kannst hier auch einzelne Clips in der Vorschau ansehen. Auf der linken Seite befindet sich deine (3) Galerie, in der alle Dateien gespeichert sind, die du in die Timeline ziehen kannst. Hier findest du oft auch Optionen zum Hinzufügen von Effekten und Titeln.

Dieses Layout ist die Grundlage vieler Videoschnittprogramme. Es ist möglich, dass in der von dir verwendeten Software die Galerie und der Mediaplayer vertauscht sind. Du kannst das Layout oft selbst anpassen, um dir die Arbeit etwas zu erleichtern (oder zu erschweren). In diesem Artikel verwenden wir die kostenlose Software VideoPad. Das ist ein sehr nützliches Programm zum Erlernen des Schnitts, da es recht einfach und übersichtlich ist.

Dateien importieren

Jetzt, wo wir wissen, wie das Programm aufgebaut ist, können wir mit dem Schneiden des Videos beginnen. Der erste Schritt ist, alle deine Dateien in das Programm zu laden. Um den Überblick zu behalten, kannst du zunächst eine Vorauswahl deines Filmmaterials treffen. Importiere nur die Videos, die du in deinem Vlog verwenden möchtest. Das hält alles beim Schneiden übersichtlich.

In der Software findest du eine Importoption oben links. Das kann über ein Menü oben links sein, aber manche Programme haben auch eine praktische Import-Schaltfläche mit einem +-Symbol. Wähle dann alle Dateien aus, die du verwenden möchtest, und warte, bis das Programm alles geladen hat. Jetzt kann es richtig losgehen!

Wenn du anfängst, erstellst du ein neues Projekt. Hier wählst du das Format des Videos aus, das du am Ende erstellen möchtest. Das könnte 720x480p sein, aber auch Full HD 1920x1080 oder 4K 3840x2160 Pixel. Außerdem wählst du die Bildrate oder Frames pro Sekunde. Versuche, das Format an das Format anzupassen, in dem deine Videos aufgenommen wurden – so passt das Material gut zusammen und läuft flüssig. Hast du in Full HD mit 30 Frames pro Sekunde gefilmt? Dann wähle auch die Option 1920x1080 30p.

Timeline

Deine Timeline ist in zwei Bereiche unterteilt: Video und Audio. Alle Programme arbeiten nach dem einfachen „Drag-and-drop"-Prinzip – du kannst Dateien einfach hineinziehen und platzieren. Ziehe eine Videodatei aus der Galerie in die Timeline. Du wirst sehen, dass eine Videospur und eine Audiospur erscheinen. Hier kannst du das Video kürzen, damit es die perfekte Länge hat. Vielleicht hast du am Anfang des Clips etwas falsch gesagt, oder am Ende gab es ein lautes Geräusch, das du entfernen möchtest. Du machst einen sogenannten „Cut" – einen Schnitt im Video. Diese Option findest du meist direkt über der Timeline in Form eines Scherensymbols. Dann schneidest du das Video auf die gewünschte Länge zu. Du kannst einen Clip auch auf die richtige Länge bringen, bevor du ihn in die Timeline ziehst, indem du eine Datei direkt aus der Galerie bearbeitest, wo du Anfang und Ende des Clips einfach festlegen kannst.

Mach das einige Male mit mehreren Videoclips und ziehe sie nacheinander in die Timeline. Voilà! Du hast jetzt ein fertiges Video. Einfach, oder? Du kannst dieses Video so lang machen, wie du möchtest. Sorge für eine logische Reihenfolge in deinem Video, sonst wird es für die Zuschauenden schwer zu folgen. Fließen die Übergänge zwischen deinen Videoclips nicht gut zusammen? Kein Problem – das lösen wir gleich mit Effekten.

Effekte und Übergänge hinzufügen

Beim Anschauen eines Videos gibt es kaum etwas Störenderes als einen Übergang zwischen zwei Clips, der nicht flüssig ist, oder Audio ohne sanften Übergang. Jedes Programm hat praktische Effekte, um das zu verhindern. Um Übergänge fließend zu gestalten, verwenden wir „Fades". Genau wie Videos kannst du diese Effekte oder Übergänge in deine Timeline ziehen und über den jeweiligen Clip legen. Das Filmmaterial geht nun sanft ineinander über! Das kannst du auch bei abrupten Audioübergängen anwenden.

Am Anfang und am Ende deines Vlogs kannst du einen besonderen „Fade" hinzufügen: den „Fade-in" und „Fade-out". So startet dein Video von einem schwarzen Bildschirm und blendet langsam in deinen ersten Clip über. Am anderen Ende endet dein Video, indem es langsam zu Schwarz ausblendet. Auch der Ton geht von leise zu laut oder umgekehrt.

Wenn du etwas geübt hast und dich sicherer im Programm fühlst, kannst du auch weitere Effekte hinzufügen. Das können ausgefallene Übergänge sein, aber auch Farbanpassungen, Formen und andere Spezialeffekte. Es ist dein Vlog – mach ihn so kreativ, wie du möchtest. Neben Effekten kannst du auch am Anfang, zwischendurch oder als Untertitel Titel hinzufügen.

Ton und Musik

Ist der Ton eines Videos zu laut oder zu leise? Wähle den Clip oder die Audiodatei aus und passe dann den Lautstärkepegel in den Optionen an. Achte darauf, dass jede Datei ungefähr die gleiche Lautstärke hat, damit die Zuschauenden nicht plötzlich von zu lauter Lautstärke erschreckt werden oder nichts mehr hören können. Stille kannst du mit lustigen Soundeffekten oder Musik füllen. Diese lassen sich genau wie deine Videos in die Timeline ziehen.

Musik ist in Vlogs sehr wichtig. Sie kann im Intro, am Ende oder zwischendurch eingespielt werden, wenn niemand spricht. Musik kann die gesamte Stimmung eines Vlogs prägen. Eine tropische Melodie unter deinem Urlaubsvlog aus Ibiza lässt das Video mehr strahlen als zum Beispiel ein Heavy-Metal-Song. Ziehe deine Lieblingsmusik unter dein Video, schneide sie auf die richtige Länge, und verwende Audio-„Fade"-Übergänge, damit die Musik sanft anfängt und endet.

VlogTipp: Etwas, das viele Vloggende – und andere Filmemachende – machen, ist den Beat der Musik als Leitfaden für ihre Videoübergänge zu nutzen. Jedes Mal, wenn ein tiefer Bass oder ein Schlagzeugschlag kommt, kannst du einen Schnitt in deinem Videomaterial setzen. Wenn du zum Beat der Musik schneidest, wirkt dein Video schnell viel fließender und hat einen großartigen Rhythmus für die Zuschauenden.

Der „Look and Feel"

Dein Video ist fertig. Dein Vlog hat eine Geschichte, das Filmmaterial fließt gut zusammen, und die Musik darunter ergibt ein schönes Gesamtbild. Dennoch kann es sein, dass sich noch etwas fehlt. Das Filmmaterial wirkt etwas trist und es gibt Unterschiede in der Belichtung. Fast jedes Schnittprogramm bietet Möglichkeiten zur Anpassung von Farben und Beleuchtung. Wähle einen Clip aus und gehe zu den Optionen oder Effekten. Hier kannst du Belichtung, Kontrast und Farbsättigung anpassen. Wenn du das bei jedem Clip in etwa gleich hältst, wirkt dein Video wie ein einheitliches Ganzes und fließt besser zusammen.

Möchtest du dem Video einen besonderen Look verleihen? Dann kannst du einen Farbfilter verwenden. Genau wie bei Fotos und Instagram passen diese Filter die Farben deines Videomaterials an, um ein völlig anderes Gefühl zu erzeugen. Fortgeschrittenere Programme geben dir mehr Freiheit und Kontrolle, das selbst zu gestalten. Viele einfachere Programme lassen dich aus einer Reihe von Standardfiltern wählen. Hat dein Programm das nicht? Auch ohne kannst du einen großartigen Vlog erstellen. Außerdem haben Websites wie YouTube und Facebook ebenfalls Effekte, die du auf dein Video anwenden kannst, bevor du es hochlädst.

Exportieren und hochladen

Dein Vlog ist jetzt bereit, mit der Welt geteilt zu werden. Du musst das Video exportieren. Das Programm speichert dann alles sauber als ein Video, sodass du es auf deine Lieblingsplattform hochladen kannst. Viele Programme haben heutzutage sogar eingebaute Funktionen, um direkt zu YouTube zu exportieren und hochzuladen – das spart dir einen Schritt.

Beim Exportieren kannst du, genau wie am Anfang, ein Format wählen, aber auch den Dateityp. Je höher die Auflösung, desto größer wird die fertige Datei. Am besten exportierst du in derselben Auflösung und Bildrate wie dein Projekt und dein Videomaterial. Als Dateityp kannst du in der Regel aus gängigen Formaten wie .avi, .mov oder .mp4 wählen. Im Allgemeinen sind MP4-Dateien etwas kleiner mit weniger Qualitätsverlust durch Komprimierung. Wir empfehlen MP4, wenn du deinen Vlog online und über YouTube teilen möchtest.

Tipps von Profis

  • Lerne die Tastenkürzel der Schnittprogramme. So kannst du noch schneller schneiden oder Effekte hinzufügen.
  • Lustige oder witzige Soundeffekte können deinen Vlog noch unterhaltsamer machen.
  • Halte deine Vlogs kurz. Das Internet liebt kurze Videos, weil die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen kurz ist.
  • Hebe dich ab! Nutze Zeitraffer, Zeitlupeneffekte oder coole Filter.
  • Füge dem Filmmaterial zusätzliche Erklärungen über einen Voice-over hinzu. Ein gutes Mikrofon ist dafür wichtig.
  • Schau dir Tutorials auf YouTube an. Es gibt stundenlang Material, bei dem du das Schneiden direkt von Profis lernen kannst.
  • Fülle deinen Vlog mit schönen Stimmungsaufnahmen der Umgebung oder kleinen Details.