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Kamera Express
Alles, was du über die Komposition wissen musst
Bedeutung der Komposition


Die Drittelregel
Bei der Drittelregel unterteilst du das Bild, das du fotografieren möchtest, in neun gleiche Flächen, die du durch zwei horizontale und zwei vertikale Linien teilst. Diese kannst du dir vorstellen, aber viele moderne Kameras bieten die Option an, ein sogenanntes Raster beim Fotografieren anzuzeigen. Mit der Drittelregel kannst du ein geordnetes Bild schießen, dass sich durch den Sucher angenehmer anfühlt. Darüber hinaus kannst du mit der Drittelregel spannendere und faszinierendere Fotos machen. Das funktioniert so:
Stelle dir vor, dass du dich in einem Wald befindest und du möchtest das vor dir auf dem Gras sitzende Kaninchen mit deiner Kamera festhalten. Wie setzt du das Tier bestmöglich auf dem Foto in Szene?
Wie du siehst, erzeugt dies kein interessantes Bild, wenn du es in dem Zentrum des Bildes platzierst. Ja, es handelt hierbei immernoch um ein süßes Kaninchen, aber es gibt bessere Weisen, es festzuhalten. So kannst du das Kaninchen besser auf Orten platzieren, in denen sich die Linien durchkreuzen. Das bietet ein interessanteres und aufregenderes Bild. Darüber hinaus kannst du ein besonders geordnetes Bild kreieren, indem du die Linien, die auf dem Foto vorkommen, mit den Linien des Rasters übereinstimmen lässt. Auf diesem Foto wurde das sehr gut gemacht. Die untere horizontale Linie fällt schön mit der Linie im Foto, an der das Gras scharfgestellt ist, zusammen, und die vertikale Linie fällt mit dem Baum im Hintergrund zusammen.
Beispiele der Drittelregel
Bei der Fotografie von Menschen oder Tieren können Sie die Linien des jeweiligen Körpers berücksichtigen. Die untere horizontale Linie fällt auf diesem Foto schön mit dem längsten Teil des Körpers zusammen. Auch kreuzen sich die Linien genau bei den Augen des Tigers. Dieser Trick sorgt dafür, dass diese Punkte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Der goldene Schnitt
Das Kaninchen passt genau auf die rechte Linie, wie diese durch den goldenen Schnitt bestimmt ist und die Spirale endet auf seiner Nase. Da das Foto diesem natürlichen Verhältnis entspricht, bist du als Betrachter eher dazu geneigt, dein Auge auf den Kopf des Kaninchens fallen zu lassen. Sich während des Fotografierens an die Spirale von Fibonacci zu erinnern ist jedoch schwer. Aus diesem Grund kannst du auch eine vereinfachte Version des goldenen Schnitts anwenden. Dann kannst du denselben Regeln folgen, wie der Drittelregel und die Linien auf dem Foto mit den Linien des Rasters zusammenfallen lassen oder wichtige Motive an den Orten, an denen sich die Linien kreuzen, positionieren.
Der goldene Schnitt kommt vor allem beim Fotografieren bestimmter Ereignisse, wie dem Feuer auf diesem Foto, zur Geltung. Da dieses Foto gemäß dem goldenen Schnitt gemacht wurde, ist es für unser Auge einfacher, der Aktion in der richtigen Reihenfolge zu folgen. Wir sehen den Feuerwehrmann, fokussieren aber auf den Wasserstrahl, der im Feuer endet.
Auch bei der Sportfotografie kannst du den goldenen Schnitt gut gebrauchen. Für die Sportfotografie musst du jedoch sehr schnell sein, weswegen es einfacher ist, mit einer vereinfachten Version zu arbeiten. Wie du siehst, kreuzen sich die Linien genau dort, wo die Aktion geschieht. Auch fällt die untere horizontale Linie mit den Wellen zusammen und das rechte Bein des Surfers mit der oberen horizontalen Linie.
Obwohl die Regeln natürlich stets dafür sorgen, dass du ein schönes Foto machen kannst, lohnt es sich nicht immer, sich an die Regeln zu halten. Manchmal erhältst du ein viel kreativeres Ergebnis, wenn du von diesen abweichst. Probiere die Regeln daher einmal aus und siehe, wie diese für dich funktionieren, aber seie nicht schüchtern, diese Regeln zu brechen.
Komposition im Video