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Kamera Express
Du möchtest in eine Kamera mit Wechselobjektiven investieren – eine gute Entscheidung! Denn jedes Objektiv hat spezifische Eigenschaften, um in jeder Situation das beste Ergebnis zu erzielen. Wenn du dich für Canon entscheidest, stehen dir mehr als 200 Objektive zur Auswahl! Bei so vielen Möglichkeiten ist eine Orientierungshilfe definitiv sinnvoll. Wir erklären den Unterschied zwischen den Canon EF- und RF-Objektiven und zeigen, wie sie sich je nach Fotografie-Stil unterscheiden. So kannst du herausfinden, welche Kamera und Objektivreihe am besten zu deinen Anforderungen passt.
Das ist die erste Frage, die du dir stellen solltest. Die Bezeichnungen EF und RF stehen für den Typ des Objektivanschlusses. EF-Objektive sind für DSLRs konzipiert, RF-Objektive passen zu spiegellosen Kameras. Steht auf dem Objektiv EF-S oder RF-S? Diese Objektive sind speziell für Kameras mit dem kleineren APS-C-Sensor gedacht.
Innerhalb der EF-Reihe können EF-S-Objektive nicht an einer Vollformat-DSLR verwendet werden. EF-Objektive lassen sich zwar an einer APS-C-Kamera nutzen, aber da APS-C-Kameras einen kleineren Sensor haben, wird das volle Bildfeld des Objektivs nicht genutzt – es entsteht ein kleineres Bild mit einem Cropfaktor von 1,6. Ein 50-mm-Objektiv liefert an einer APS-C-Kamera dasselbe Bild wie ein 80-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera.
Innerhalb der R-Serie – Canons Reihe spiegelloser Kameras und Objektive – sind die Anschlüsse von Vollformat- und APS-C-Kameras identisch. Das bedeutet, dass du sowohl RF- als auch RF-S-Objektive mit Vollformat- und Crop-Kameras kombinieren kannst. Verwendest du ein RF-S-Objektiv an einer spiegellosen Vollformatkamera, schneidet die Kamera den Bildbereich automatisch auf die kleinere APS-C-Abdeckung des Objektivs zu. Nutzt du ein Vollformat-RF-Objektiv an einer APS-C-Kamera, gilt ebenfalls der Cropfaktor von 1,6.


Spiegelreflexkameras, auch bekannt als DSLRs, waren bis vor Kurzem der Standard in der Fotografiewelt. Das erste Objektiv wurde bereits in den 1980er Jahren entwickelt, was bedeutet, dass die EF-Reihe für jahrzehntelanges Handwerk und bewährte Qualität steht. Dazu kommt die breiteste Auswahl überhaupt. Dank der großen Auswahl an Kameras und Objektiven gibt es für jedes Budget passende Optionen. Canon EF-Objektive sind in der Regel etwas schwerer als ihre RF-Pendants. Das kann bis zu einem gewissen Grad nützlich sein – etwa bei der Tier- oder Sportfotografie. Ein schwereres Objektiv sorgt beim Fotografieren aus der Hand und beim Verfolgen schnell bewegender Motive für etwas mehr Stabilität. Viele RF-Objektive hingegen verfügen über eine eingebaute Bildstabilisierung, die mit der Stabilisierung der Kamera zusammenarbeitet und es ermöglicht, auch mit einem leichteren RF-Objektiv verwacklungsfreie Aufnahmen zu machen.
2018 brachte Canon seine erste EOS R spiegellose Kamera zusammen mit vier RF-Objektiven heraus – der Beginn der EOS R-Serie. Da diese Reihe noch vergleichsweise jung ist, sind die Kameras und zugehörigen RF-Objektive mit den neuesten optischen Technologien ausgestattet. Die EOS R-Serie verwendet einen neuen 12-Pin-Anschluss, im Gegensatz zum 8-Pin-Anschluss der Canon SLR-Kameras und EF-Objektive. Die erhöhte Anzahl von Verbindungspunkten zwischen einer R-Kamera und einem RF-Objektiv ermöglicht eine schnellere Datenübertragung. Zudem wurde die Bildqualität verbessert, und die EOS R-Serie ist kompakter und leichter – du kannst also länger fotografieren und filmen, ohne dass deine Ausrüstung zu schwer wird. Die aktualisierte Bildstabilisierung macht das Fotografieren aus der Hand deutlich einfacher. Es gibt sowohl spiegellose Kameras als auch Objektive mit eingebauter Bildstabilisierung, die gut zusammenarbeiten, um starkes Verwackeln zu korrigieren. Durch die Kombination der Bildstabilisierung von Kamera und Objektiv profitierst du von bis zu 8 Blendenstufen Bildstabilisierung. Das ist ideal, wenn du beispielsweise aus großer Distanz fotografierst, wo kleine Kamerabewegungen schnell sichtbar werden.
Sowohl Canons EF- als auch RF-Objektive sind mit smarten Technologien ausgestattet, die für bestimmte Fotografie-Stile besonders hilfreich sind. Wir haben fünf Gruppen zusammengestellt und erklären dir für jede Art der Fotografie, worauf du beim Kauf eines Objektivs achten solltest und wie Canon den Unterschied macht.

Wenn du nach einem geeigneten Objektiv für Architektur- und Landschaftsfotografie suchst, ist die Brennweite das erste, worüber du nachdenken solltest. Ein Weitwinkelobjektiv hat eine maximale Brennweite von 35 mm. Dank des breiten Bildwinkels kannst du einen großen Teil des Gebäudes oder der Umgebung erfassen. Ultraweitwinkelobjektive bieten das breiteste Bildfeld. Canon bietet Zoomobjektive mit einer maximalen Brennweite zwischen 10 und 14 mm an. Noch weiter geht es mit speziellen Fisheye-Objektiven – durch das enorme Bildfeld erzeugen diese jedoch ein verzerrtes, geschwungenes Bild.
Sowohl in der Canon EF- als auch in der RF-Reihe gibt es verschiedene Weitwinkelobjektive mit jeweils eigenen Eigenschaften. Innerhalb der EF-Reihe findest du beispielsweise auch spezielle Tilt-Shift-Objektive. Durch den breiten Bildwinkel kann es bei Weitwinkelobjektiven zu perspektivischen Verzerrungen kommen. Tilt-Shift-Objektive wirken diesem Effekt entgegen – das ist besonders in der Architekturfotografie nützlich, wo gerade Linien wichtig sind.
Für die Landschaftsfotografie empfiehlt sich ebenfalls ein Weitwinkelobjektiv. Canons breiteste Ultraweitwinkelobjektive haben eine Brennweite von 10 mm, mit der du eine riesige Weite der Landschaft einfangen kannst.
Innerhalb der RF-Reihe verfügen viele Weitwinkelobjektive über eine eingebaute Bildstabilisierung (gekennzeichnet mit IS). Damit kannst du auch bei langen Belichtungszeiten aus der Hand deutlich stabiler fotografieren. Es gibt auch Objektive mit einer Makro-Option, falls du beispielsweise Insekten oder Details fotografieren möchtest.

Porträt- und Reisefotografierende entscheiden sich meistens für eine Brennweite zwischen 35 mm und 85 mm. Die Objektive in dieser Kategorie bieten eine natürliche Perspektive, die in etwa dem menschlichen Auge entspricht.
Besonders in der Porträtfotografie ist eine große maximale Blende ein häufig geäußerter Wunsch. Eine große Blende lässt nicht nur viel Licht herein, sondern bestimmt auch die Schärfentiefe. Eine große Öffnung schärft das Motiv vollständig und erzeugt unscharfe Hintergründe. Canon bietet in beiden Reihen – EF und RF – verschiedene Objektive mit großer maximaler Blende an, die zudem sehr erschwinglich sind, wie das beliebte 50mm F/1.8 STM.
Wenn du auf Reisen bist und deine Abenteuer in einem Vlog festhalten möchtest, kommt die eingebaute Bildstabilisierung von Canon EOS R-Kameras und RF-Objektiven sehr gelegen. Deine Aufnahmen werden deutlich stabiler. Es gibt sowohl RF-Festbrennweiten als auch Zoomobjektive mit Bildstabilisierung. Zoomobjektive sind besonders vielseitig, da du die Brennweite schnell anpassen kannst, wenn die Situation es erfordert.

Ein Teleobjektiv hat eine Brennweite von mehr als 85 mm. Ab 300 mm werden diese Objektive auch als Superteleobiektive bezeichnet. Canon bietet Objektive mit einer Brennweite von bis zu 1200 mm an – damit holst du selbst weit entfernte Motive nah heran! Ein Teleobjektiv eignet sich perfekt für die Tier- und Sportfotografie, wenn du weiter entfernt stehst, aber dennoch dein Motiv klar festhalten möchtest.
Die meisten Teleobjektive in der Canon EF- und RF-Reihe verfügen über einen USM-Autofokusmotor. Das bedeutet: sehr schnelles Fokussieren – ideal für schnell bewegende Motive. Canons Objektive sind nicht nur schnell, sondern auch sehr leise. Wenn du einen nahezu geräuschlosen Autofokusmotor benötigst, solltest du ein Objektiv mit Nano USM- oder STM-Motor in Betracht ziehen. Nano USM verbindet die Geschwindigkeit von USM-Motoren mit der Stille von STM-Motoren. STM ist besonders bei Videografierenden beliebt, weil dieser Autofokusmotor während der Aufnahme nicht zu hören ist.
Bei langen Brennweiten machen sich selbst kleinste Verwackler im Bild bemerkbar. Deshalb werden die meisten Canon-Teleobjektive mit einem Stativanschlussring geliefert, damit du dein Objektiv einfach auf einem Stativ befestigen kannst.

Wenn du Insekten, Blumen, Lebensmittel oder kleine Objekte aus nächster Nähe fotografieren möchtest, ist ein Makroobjektiv die richtige Wahl. Der kurze Fokusabstand und die hervorragende Vergrößerung bringen die kleinsten Details gestochen scharf ins Bild.
Im Canon-Sortiment findest du sowohl EF- als auch RF-Makroobjektive – innerhalb der RF-Reihe hast du jedoch mehr Auswahl. Es gibt RF-Makroobjektive mit verschiedenen Brennweiten, denn ein Makroobjektiv kann auch als "normales" Objektiv eingesetzt werden. Mit dem RF 24mm F/1.8 MACRO IS STM kannst du beispielsweise sowohl weitläufige Landschaften als auch kleine Insekten einfangen.

Du möchtest ein Objektiv, das vielfältige Möglichkeiten bietet? Dann entscheide dich für ein vielseitiges Zoomobjektiv. Es gibt Canon-Objektive mit einem sehr großen Zoombereich, mit denen du sowohl Landschaftsfotos als auch Teleaufnahmen machen kannst. Andere Zoomobjektive haben einen kleineren Bereich, überzeugen aber durch Geschwindigkeit und Schärfe. Sowohl die EF- als auch die RF-Reihe bieten verschiedene Arten von Zoomobjektiven. Wähle ein Objektiv, das all deine Bedürfnisse erfüllt – und berücksichtige dabei, was dir wichtig ist: Zoombereich, maximale Blende und Bildstabilisierung.

Canon EF-Objektive stehen für bewährte, hohe Qualität und sind äußerst zuverlässig. Innerhalb der EF-Reihe hast du die größte Objektivauswahl, und einige Spezialobijektive – wie Tilt-Shift-Objektive – sind ausschließlich im EF-Format erhältlich. Wenn du eine Canon DSLR besitzt, sind EF-Objektive eine solide Wahl.

Canon RF-Objektive setzen auf die neueste Technologie und bieten gegenüber den EF-Pendants verschiedene Verbesserungen. Einige RF-Objektive kommen mit praktischen Extras, wie Bildstabilisierung und Makro-Option. Da alle spiegellosen Kameras denselben Anschluss verwenden, kannst du sowohl RF- als auch RF-S-Objektive an Vollformat- und Crop-Kameras einsetzen. Möchtest du von einer DSLR auf eine spiegellose Kamera umsteigen? Mit einem Adapter kannst du deine EF-Objektive weiterhin verwenden.