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Annika Jansen
Drohnen sind aus unserem Luftraum nicht mehr wegzudenken. Von Hobbyfotografierenden bis hin zu professionellen Filmenden und Inspektionsdiensten nutzen immer mehr Menschen diese Geräte. Doch mit der wachsenden Beliebtheit von Drohnen steigt auch der Bedarf an Regulierung. Deshalb wurde Remote ID eingeführt. Doch was bedeutet diese Pflicht für Drohnenpilotierende? In diesem Artikel erklären wir, was Remote ID ist, für wen es gilt und wie du sicherstellen kannst, dass deine Drohne die Anforderungen erfüllt.
Remote ID ist ein digitales Identifikationssystem für Drohnen. Es funktioniert wie ein drahtloses Kennzeichen: Während des Fluges überträgt die Drohne in Echtzeit Identifikations- und Standortdaten. Behörden und andere Luftraumnutzende können diese Informationen aus der Ferne abrufen. Remote ID hilft daher dabei, den Luftraum sicher zu halten und illegale Flüge zu unterbinden. In den Niederlanden und Flandern ist Remote ID für viele Drohnen mittlerweile verpflichtend und spielt eine wichtige Rolle bei der weiteren Integration von Drohnen in den Luftraum.

Die Einführung von Remote ID ist ein wichtiger Schritt, um die wachsende Anzahl von Drohnen sicher und kontrolliert im Luftraum zu betreiben. Es gibt eine Reihe wichtiger Gründe, warum diese Drohnenregulierung eingeführt wurde:
Kurz gesagt sorgt Remote ID dafür, dass Drohnen sicher und verantwortungsvoll genutzt werden können, ohne ein Risiko für andere Luftraumnutzende oder die öffentliche Ordnung darzustellen.
Nicht alle Drohnen unterliegen der Remote ID-Pflicht. Die Vorschriften richten sich in erster Linie an Drohnen, die ein potenzielles Risiko für die Sicherheit des Luftraums darstellen. Hier ist ein Überblick über die Drohnen, für die Remote ID verpflichtend ist:
Hinweis: Drohnen mit C0-Label, wie die DJI Mini 2 und Mini 3 Pro, sind von der Remote ID-Pflicht ausgenommen, sofern sie weniger als 250 Gramm wiegen und keine Kamera haben oder ausschließlich für Freizeitzwecke genutzt werden. Für Drohnen ohne Cx-Label, die vor dem 1. Januar 2024 auf den Markt gebracht wurden, gelten spezifische Übergangsregelungen. Die Remote ID-Pflicht ab dem 1. Januar 2024 gilt für Drohnen mit C1-, C2- oder C3-Label sowie für Drohnen in der Spezifischen Kategorie.
| Drone Model | Cx label | Remote ID Required |
|---|---|---|
| DJI Mavic 3 | C1 | Yes |
| DJI Air 2S | C1 | Yes |
| DJI Mini 2 | C0 | No |
| DJI Mini 3 Pro | C0 | No |
| DJI Phantom 4 Pro V2.0 | C2 | Yes |
| DJI Inspire 2 | C2 | Yes |
| Autel EVO Lite+ | C1 | Yes |
| Autel EVO Nano+ | C0 | No |
| Parrot Anafi USA | C2 | Yes |
| Skydio 2+ | C1 | Yes |
Nicht alle Drohnen sind verpflichtet, Remote ID zu nutzen. Es gibt einige Ausnahmen von der Regel, insbesondere für leichtere und freizeitlich genutzte Drohnen. Das sind die wichtigsten Ausnahmen:

Um die Remote ID-Vorschriften zu erfüllen, muss eine Drohne während des Fluges Identifikations- und Standortdaten übertragen können. Viele neuere Drohnen verfügen bereits über diese Funktion, wie z. B. Modelle mit C1-, C2- oder C3-Label.
Für ältere Drohnen oder Modelle ohne integriertes Remote ID ist es oft möglich, ein separates Remote ID-Modul zu kaufen und zu installieren. Dieses kleine Gerät sorgt dafür, dass deine Drohne weiterhin den Vorschriften entspricht.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Überprüfung der Firmware deiner Drohne. Hersteller wie DJI und Autel veröffentlichen regelmäßig Updates, um sicherzustellen, dass ihre Drohnen den neuesten Vorschriften entsprechen. Es ist daher ratsam, deine Drohne stets aktuell zu halten.
Darüber hinaus ist es wichtig, deine Drohne korrekt zu registrieren, sofern dies in deiner Kategorie erforderlich ist. In den Niederlanden und Flandern müssen sich viele Drohnenpilotierende bei der Luftfahrtbehörde registrieren, insbesondere wenn sie eine Drohne nutzen, für die Remote ID erforderlich ist. Diese Registrierung stellt sicher, dass deine Drohne offiziell mit deinem Pilotenprofil verknüpft ist und verhindert Probleme bei Inspektionen.
Lies mehr dazu auf der Website der niederländischen Regierung.
Obwohl Remote ID in erster Linie dazu dient, den Luftraum sicherer und transparenter zu gestalten, wirft es bei vielen Drohnenpilotierenden Fragen zum Datenschutz auf. Dieses System sorgt dafür, dass während eines Drohnenfluges bestimmte Informationen in Echtzeit übertragen werden, wie z. B. der Standort der Drohne, die Seriennummer und manchmal sogar der Standort der pilotierenden Person. Dies kann für Behörden nützlich sein, löst aber bei Freizeitnutzenden Bedenken aus, die ihren Standort lieber nicht öffentlich teilen möchten.
Wenn deine Drohne eine eingebaute Remote-ID-Funktion hat, wird diese meist automatisch beim Start aktiviert. Prüfe die Einstellungen deiner Drohne und stelle sicher, dass die neueste Firmware installiert ist.
Drohnen mit C1-, C2- oder C3-Kennzeichnung sowie Drohnen der speziellen Kategorie müssen die Remote-ID-Vorschriften erfüllen. Prüfe dein Drohnenhandbuch oder die Spezifikationen für dein Modell.
Ja, für Drohnen ohne eingebautes Remote ID gibt es externe Module. Diese Sendegeräte machen deine Drohne vorschriftskonform.
In den meisten Fällen sind die übermittelten Daten nur autorisierten Behörden und Flugsicherungsdiensten zugänglich, das kann aber je Land variieren.
Fliegen ohne verpflichtende Remote ID kann zu Bußgeldern oder Einschränkungen deiner Drohnennutzung führen. Behörden können deine Flugdaten prüfen und Sanktionen verhängen, falls du die Regeln nicht einhältst.